Hausbesuch in Senioren-WG

15.12.2008, 12:08 Uhr
Vertreter der CDU-Fraktion und der Jungen Union Oelde zu Gast bei der ambulant betreuten Senioren-Wohngemeinschaft Moorwiese in Oelde.
Vertreter der CDU-Fraktion und der Jungen Union Oelde zu Gast bei der ambulant betreuten Senioren-Wohngemeinschaft Moorwiese in Oelde.

Zu ihrer letzten Sitzung in diesem Jahr trafen sich die Fraktionsmitglieder der CDU Oelde in der ambulant betreuten Senioren-Wohngemeinschaft St. Franziskus in der Moorwiese. Die im November letzten Jahres eröffnete WG bietet 24 Bewohnern Platz auf zwei Etagen und ist in dieser Wohnform einmalig im Kreis Warendorf.

Derzeit wohnen hier 18, zum Teil an verschiedenen Formen der Demenz erkrankte Menschen mit unterschiedlichen Pflegestufen. Jeder hat ein eigenes Zimmer mit Bad und dafür einen Mietvertrag. Gemeinschaftlich werden die Wohnküche, das Wohnzimmer und der Garten genutzt. Eine geschulte „Alltagsbegleiterin“ hilft den Bewohnern z. B. beim Kochen, begleitet sie zum Einkauf oder zum Arzt. Sie ist zudem Ansprechpartnerin für Besucher und Familienangehörige.

Die Gäste staunten nicht schlecht, als sie während eines Rundgangs durch die hell und freundlich gestalteten Räume das ein oder andere persönliche Kleinod entdeckten. Die antike Kommode in der gemeinsamen Wohnküche oder die dekorativ aufgebaute Puppensammlung im Flur seien persönliche Dinge, die von den Bewohnern mitgebracht wurden, verriet die Hausmanagerin Annette Longinus-Nordhorn. „Diese Möbelstücke und Dekorationen geben den Räumen Individualität und Wärme. Das, was den Mietern besonders ans Herz gewachsen ist, soll auch weiterhin einen Platz in ihrem Leben haben.“ Der geäußerten Vermutung, hier handele es sich wohl um eine reine Frauen-Wohngemeinschaft widersprach die Hausmanagerin. Zwar seien die Frauen in der Überzahl, aber die Wohngemeinschaft sei grundsätzlich gemischt. Derzeit gäbe es auch zwei männliche Bewohner.

Die CDU-Mitglieder begrüßten vor allem die Tatsache, dass jeder Mieter bis an sein Lebensende hier wohnen bleiben kann, auch wenn der Pflegebedarf größer werden sollte. Ein ambulanter Pflegedienst versorge die Bewohner je nach Bedarf und Pflegestufe. Erst wenn eine vollstationäre Pflege unumgänglich ist, würde den Mietern ein Heimpflegeplatz angeboten, erklärt Annette Longinus-Nordhorn, die in der Wohngemeinschaft auch als Pflegefachkraft rund um die Uhr zur Verfügung steht.